Die ersten Prediger in Hormersdorf


|| Die Gemeinschaft wuchs, äußerlich und innerlich. In dieser Zeit kamen viele Brüder zum Predigtdienst nach Hormersdorf. Von auswärts kamen die Brüder Kretzschmar, Flöha; Bunte, Chemnitz; Hartwich, Hainichen; Reinhold, Bockau; Meile, Beierfeld; Stümpel, Chemnitz.
Bald finden wir auch dienende  Brüder aus unserem Thumer Gemeinschaftsbezirk, z.B. Friedrich Nöthel, Brünlos; Eugen Wintermann, Zwönitz; Erwin Uhlig, Meinersdorf; Alfred Seidel, Brünlos und Otto Schelter, Jahnsdorf.
Dazu kamen die  Hormersdorfer Brüder Paul Seidel, Otto Viehweger, Friedich Drummer, Hermann Gödel, Emil Pfüller und Karl Krebs. Auch die Gemeinschaftspfleger (angest. Bezirksprediger) wollen wir nicht vergessen, z.B.  Pred. Eugen Günther, Stollberg. Er kam immer von Stollberg gelaufen, hielt am Nachmittag in Hormersdorf die Gemeinschaftsstunde, lief dann bis Brünlos zurück, hielt dort die Abendstunde, und dann ging es  zu Fuß bis Stollberg nach Hause. Ob das heute noch jemand tun würde?
Nach Pred. Günther kamen dann die Pred. Stender, Auerbach; Groschupp, Thum; Kurt Kehrer, Auerbach; Max Mittelbach, Dorfchemnitz und  Manfred Ossig, Ehrenfriedersdorf.
Zwei Originale der Verkündigung sollen noch genannt sein: Karl Zeiler aus Westfalen. Er war von Beruf Lokomotivführer. Er sprach bei seinen Predigten mit einer  solchen Glaubenszuversicht von der Entrückung: "Brüder, wenn ich die Entrückung noch erleben sollte, dann fährt die D-Zug-Lokomotive mit dem Zug ohne mich weiter und ich darf beim HERRN sein." 1949 ist  er plötzlich verstorben, hat also die Entrückung nicht erlebt.
Das zweite Original war Bruder Gundermann aus Berlin. Er spielte Harmonium, Gitarre, Cello und sang Evangeliumslieder. Und sooft er auch  in Hormersdorf war, hat er immer über das gleiche Bibelwort gepredigt. Im alten Gemeinschaftshaus stand links oben an der Wand der Spruch: "Denn der HERR ist freundlich usw." Über dieses Wort sprach er  in jeder Stunde, aber immer in einer neuen Auslegung.
Heute sind aus unserm Ort eine ganze Anzahl Brüder als Laien im Predigtdienst eingesetzt.