Interessante Zahlen


|| Dankopfer sind oft das Spiegelbild einer Gemeinschaft. Um das zu belegen, sollen einmal einige  Zahlen aufgeführt werden. Diese Zahlen sollen kein Anlaß zur Geringschätzigkeit, aber auch nicht zum Hervortun sein.
Im ersten Jahr 1909 opferte die Gemeinschaft immerhin 101.655,-M. Wenn man den  Verdienst von damals gegenüberstellt, so war dieser Beitrag ein wirklich großes Opfer der Geschwister. Interessant ist, wofür unsere Väter die Opfer verwandt haben.
Im Jahr 1909 erhielten:

Christliches Bibelwerk im Orient 20,-M,
Kinderheim in Berlin 5,-M,
Innere Mission Dresden 5,-M,
Armenische Waisenkinder 20,-M,
Judenmission 10,-M.
Der Hauptteil der Opfer wurde den Missionswerken zur Verfügung gestellt.


Mit dem Wachsen der Gemeinde wuchs auch der Betrag der Dankopfer. Allerdings wuchs mit dem Betrag nicht  immer der Wert des Geldes. "Wert des Opfers" kann man hier nicht sagen. Ein großer Betrag ist nicht immer auch ein großes Opfer. Wie es uns in der Geschichte vom Scherflein der Witwe in der Bibel verdeutlicht wird.


Trotzdem ist es interessant, einmal das Jahr und den Betrag herauszusuchen, welcher seit Bestehen der  Gemeinschaft am höchsten war. Jeder Kassierer würde heute schmunzeln, wenn er solche Dankopfer zählen könnte.

Im Jahr 1923 betrugen die Dankopfer der Gemeinschaft:        65.832.523.815.150,80,-M.
Die Ausgaben im Kassenbuch weisen eine Zahl von                 50.696.059.539.040,00,-M aus.
Der Jahresendbestand in der Kasse war noch                            15.136.464.276.110,80,-M.
Wenn man aber den Kassenanfangsbestand am 1.1.1924 anschaut, so sind von 15 Billionen noch 15,-M übrig  geblieben.

Diese Inflationszeit war schon eine schwere Zeit.

Eine Evangelisationsabrechnung soll dies noch verdeutlichen. Pred. Mirtschin evangelisierte in der Anfangszeit  der Inflation v. 14.1.-19.1.1923 in der Kirche. Die Abrechnung sieht wie folgt aus:

Gesamteinnahmen:
M 78.516,-

Gesamtausgaben:
M 78.090,-

Guthaben:
M    426,-




Aufschlüsselung der Ausgaben:

Prediger Mirtschin für Auslösung und Fahrgeld
M 50.000,-

Kantor Pfau für Orgelspielen
M  1.000,-

Kirchner Scholz
M  1.000,-

Fürs Läuten
M  1.400,-

Heizung und Licht
M 25.090,-


M 78.090,-




A l s Kassierer war von 1919 bis 1952 Hermann Zeißler tätig. Nach einer  kurzen Übergangszeit durch Fritz Kratky, hat dann der Sohn von Hermann Zeißler, Johannes Zeißler, bis 1998 die Kassengeschäfte treu geführt. Seit  dieser Zeit ist nun Dietmar Vorberg Gemeinschaftskassierer.